FSJ - Erfahrungsbericht Schule zur Lernförderung in Hoyerswerda

FSJ - Erfahrungsbericht Schule zur Lernförderung in Hoyerswerda

Liebe Leser, falls Ihr noch unentschlossen seid, was ihr nach eurem Schulabschluss mit euch anfangen sollt und noch keine Vorstellung habt, in welche Richtung es euch später verschlagen soll, kann ich nur zu einem Freiwilligen sozialen Jahr raten. In diesem könnt ihr jede Menge Erfahrungen sammeln und eure eigenen Fähigkeiten und Grenzen austesten.
Deshalb habe ich eine "kleine" Zusammenfassung meines FSJs für euch erstellt, damit ihr einen kleinen Einblick in den Alltag und die Aufgabenbereiche eines FSJlers erhaltet.

Mein Name ist Susann Petrick, ich bin 19 Jahre alt und ich absolviere seit über 9 Monaten ein Freiwilliges Soziales Jahr, als Vorbereitung auf mein in diesem Jahr angestrebtes Studium.
Da ich zu Beginn vom Netzwerk an 2 Einsatzstellen vermittelt wurde, absolvierte ich bei beiden Probearbeiten und habe mich letztendlich für ein FSJ in der Schule zur Lernförderung "Nikolaus Kopernikus" in Hoyerswerda entschieden.
Ich bin mit der Wahl meiner Einsatzstelle sehr zufrieden und möchte euch kurz meine Aufgabenbereiche vorstellen.

Ein typischer Arbeitstag beginnt bei mir um 07.00 Uhr morgens.
Ich verbringe die Zeit bis zur ersten Unterrichtsstunde im Schulclub und betreue währenddessen die Bus- und Taxikinder, welche nicht später in die Schule kommen können.
Vormittags ab Beginn der ersten Stunde gehe ich entweder zur Verstärkung der Lehrer in den Unterricht der Klassen 1 bis 6, helfe dort den Schülern beim Lernen, fördere einzelne Schüler außerhalb des Unterrichts oder bleibe im Schulclub und betreue Klassen, welche eine Freistunde haben oder stelle Unterrichtsmaterialien als auch Dekoration für die Klassenräume her.
Wenn einmal kleinere Dinge anfallen, erledige ich auch diese. Gieße zum Beispiel die Blumen, gehe Arbeitsblätter kopieren, räume die Bibliothek auf oder stelle gemeinsam mit den Schülern Wochenpläne für den Schulclub auf.
Nachmittags wirke ich dann bei den AGs, Ganztagsangeboten und der Hausaufgabenbetreuung mit.
Spätestens 15.30 endet meine Arbeitszeit, dann räume ich den Schulclub auf und mache mich schließlich auf den Heimweg.
Da es sich bei meiner Einsatzstelle um eine "Bewegte Schule" handelt, kommen unsere Schüler in den Genuss vieler Ausflüge, Wandertage, Methodentage als auch toller Pausenspiele bishin zu Ruhestunden in denen entspannt wird und Kinderyoga- als auch Qi Gong-Übungen durchgeführt werden.
So ergaben sich für mich viele schöne Erinnerungen.
Zum Beispiel gab es da den Wintertag, an dem Spielestationen im Schnee aufgebaut wurden. Als wir alle Stationen absolviert hatten, rodelten Schüler als auch Lehrer um die Wette. Danach wärmten wir uns alle bei einem Lagerfeuer mit leckeren Wiener und Kinderpunsch auf dem Schulhof wieder auf.
Ein weiteres schönes Erlebnis war das Faschingsfest, zu dem Kostümpflicht galt. Es wurden Spiele gespielt, wir machten uns auf die "Reise nach Jerusalem", es wurden Bonbons genascht und zu Macarena getanzt.
Außerdem gab es noch ein Sportfest, den Ostermarkt, einen tollen Lehrerausflug und etliche andere schöne und freudige Ereignisse.
Die meiner Meinung nach besten Augenblicke sind jedoch die, in denen die Kinder, wenn auch nur kleine, Fortschritte erzielen und sich darüber freuen, teilweise sogar Dankbarkeit für die Bemühungen und zahlreichen Erklärungen, welche man sich dann irgendwann aus den Fingern saugt, zeigen und auch noch Spaß am Lernen haben.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich in meiner Einsatzstelle rasch Anschluss finden konnte und die Kinder wie auch Kollegen sehr ins Herz geschlossen habe.
Ich bin mit diesem FSJ meinem späteren Berufswunsch noch näher gekommen und fühle mich um meine Fähigkeiten im Umgang mit Kindern umso mehr bestärkt.

Wer an meine Einsatzstelle vermittelt wird, hat gute Chancen gut in das Kollegium integriert zu werden und Akzeptanz als auch Respekt von den Kindern zu erlangen, solange er/sie sich stets aufgeschlossen gegenüber neuen Herausforderungen zeigt und die Kinder so akzeptiert und respektiert, wie sie sind.

Es ist schade, dass ein Jahr so schnell verfliegt und ich werde oft schmunzelnd an meine Zeit an der "Nikolaus Kopernikus"- Schule zurück denken. Daher wünsche ich allen zukünftigen FSJlern viel Spaß und Freude an der Arbeit.

Liebe Grüße,
eure Susann

Kontaktformular





Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz