Hort im sorbischen Schulzentrum

Ein Freiwilliges Soziales Jahr sind nicht nur 365 Tage stur in deiner Einsatzstelle Senioren waschen, Fenster putzen oder Kinder füttern, sondern 365 Tage voller Spannung, Abenteuer und neuer Erfahrungen.

Mein Name ist Victoria und ich darf mein Freiwilliges Soziales Jahr (kurz: FSJ) in einer sorbischen Horteinrichtung im Landkreis Bautzen genießen (2019/2020).
Nach 12 Schuljahren wollte ich den Platz im Klassenzimmer verlassen, die Bücher und Stifte zur Seite legen und schauen, was die Welt noch zu bieten hat: den Kopf endlich aus dem Mathematik-Buch heben und die frische Luft im Freiwilligendienst schnuppern.
Schon von klein auf war mein Berufswunsch "etwas mit Kindern" zu machen, doch ob mir dies wirklich so viel Freude bereitet, wie ich es mir erhoffte, kann ich nur über ein FSJ herausfinden. Erfahrungen zu sammeln und meine Zukunftspläne zu stärken: super Voraussetzungen um den Freiwilligendienst anzutreten. Dabei ist der finanzielle Aspekt nicht zu vergessen, denn ein Taschengeld gibt es als i-Tüpfelchen noch oben drauf.

Mittagessen, indoor Spielen und auf dem Spielplatz, Hausaufgabenzeit - wöchentlicher Alltag, der doch nicht so routiniert ist, wie Du Dir ihn vorstellst. Jeder Tag mit Kindern ist ein Highlight und keineswegs plan- und vorhersehbar. Die Kinder der Klassenstufen Eins bis Vier im Hort-Alltag zu begleiten, Konflikte zu lösen und die persönlichen Entwicklungen der Sieben- bis 11-Jährigen zu fördern und unterstützen: das sind die Aufgaben, die neben Spiel und Spaß, jeden Tag zu einem Besonderen machen. Wenn die Eltern arbeiten gehen, wirst Du zu einer wichtigen Bezugsperson - auch als FSJler/in.

Ein Jahr, in dem Du lernst, was Du liebst und nicht so magst.
Ein Jahr, welches Dir zeigt, wo Deine Stärken und ausbaufähigen Schwächen sind. Und für mich ist dies ein Jahr, in dem ich Geduld gelernt und Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein als meine Stärken entdeckt habe. Nach der wunderbaren Zeit in der Einsatzstelle wirst Du merken, wie selbstbewusst Du geworden bist.
Außerdem hat es mir gezeigt, dass ich mein Kindheits-Berufswunsch - die Erziehertätigkeit - jetzt in die Tat umsetzen werde.

Ein wichtiger Anhalts- und Bezugspunkt ist, neben Deiner Einsatzstelle, ist auch das KiJu-Netzwerk. Dieses ist nicht nur Dein Träger für den Freiwilligendienst, sondern auch Dein Unterstützer bei Rat und Tat. Die netten Mitarbeiter haben jederzeit ein offenes Ohr für Dich. Mit ihrer lockeren und offenen Art bilden sie ein super Team, mit dem man auch viel zu lachen hat. Die Seminare während deines Freiwilligendienstes werden unvergessen: unvergessen spannend, unvergessen lustig und unvergessen schön. Auf jeden Fall solltest Du auch diese wunderbaren Erfahrungen gemacht haben.